Gruppe beim Entzünden der Fackeln

Für das Ferienprogramm hatte sich das Quartiermanagement in diesem Jahr (2013) zwei besonders spannende Angebote ausgedacht: Neben einer GPS-Rallye gab es einen gemütlichen Abend mit Stockbrot und Fackelwanderung. Beide Angebote wurden sehr gut angenommen, so dass die GPS-Rallye kurzerhand zweimal durchgeführt wurde.

Doch zunächst ein paar Worte zur Fackelwanderung. Treffpunkt war das Foyer des Stadtteilzentrums Nord, wo die Kinder von Quartiermanager Martin Drischmann, seiner Kollegin Kristina Reis und der Sozialpädagogin Lena Schmidl vom Jugendzentrum begrüßt wurden. Die Teilnehmer bekamen zunächst ein paar Einweisungen über den sicheren Umgang mit der Fackel, anschließend machte man sich bei beginnender Dämmerung auf den Weg.

Das Wetter an diesen Abend war ideal zum Wandern. Fast ganze Stunde dauerte den Weg vom Gebäude aus über die Ennser und Sossauer Straße bis zum Freizeitpark und zurück. Volle Begeisterung trugen die 14 Kinder der Gruppe mit ihren 3 Begleitpersonen ihre Fackeln durch die Gegend, die schließlich immer kürzer wurden und schließlich abgelöscht werden mussten. Etwas müde und durstig, aber dennoch zufrieden kamen alle Teilnehmer zum Stadtteilzentrum Nord zurück, wo eine Feuerschale aufgestellt und schnell ein Lagerfeuer entzündet wurde. Die Kinder bekamen Getränke und die beiden vorbereiteten Teigsorten wurden herausgeholt, dazu ein ganzes Bündel Stöcke. Am schwierigsten war es für alle, den leckeren Teig ins Form zu bringen und am vorderen Ende des Stocks richtig zu befestigen. Aber mit ein wenig Hilfe konnten alle TeilnehmerInnen probieren wie man das Brot am offener Feuer bäckt. „Ist das schon fertig“ - das war der wahrscheinlich meistgesagte Satz an diesem Abend. Eifrig hielten die Kinder den Teig über das Feuer. „Man darf den Teig nicht direkt ins Feuer halten“, verriet Martin Drischmann das Geheimnis des perfekten Stockbrots. Leider waren nicht alle geduldig genug, um das Brot auch richtig fertig zu bekommen. Doch die Betreuer halfen gerne mit ihren Broten aus. Letztendlich hat es aber trotzdem allen Spaß gemacht, auch wenn einige schwarze Stellen abgeschabt werden mussten, blieb genug übrig um das selbstgebackene Brot mit Dips auszuprobieren und festzustellen – das schmeckte gut.

Eine Herausforderung anderer Art stellte sich bei der GPS-Rallye. Aufgeteilt in drei Teams mussten die TeilnehmerInnen mit ihren BetreuerInnen von Jugendzentrum und Quartiermanagement ihren Weg durch die nördlichen Stadtteile finden, und zwar schneller als die anderen! Auf drei verschiedenen Routen wurden jeweils die gleichen Punkte angepeilt. Dies geschah Anhand von Koordinatenpaaren, die mit Hilfe von GPS-Geräten (herzlichen Dank an die Katholische Jugendstelle fürs Ausleihen!) nacheinander angepeilt wurden. Vor Ort mussten eine Zahl ermittelt und in Rechenaufgaben eingesetzt werden. Dadurch ergab sich die Koordinaten des nächsten Ziels. Zudem mussten alle Punkte in eine Karte eingetragen werden. Auf diese Weise hatte jeder eine Aufgabe und der Weg wurde nicht langweilig.

Unterwegs mussten alle feststellen, dass es nicht immer einfach ist den kürzesten Weg zwischen Hecken, Bahnstrecke und Häuserinseln zu finden. Außerdem verlief die Bedienung der Geräte zunächst nicht ganz reibungslos. Schnell jedoch waren alle Anfangsschwierigkeiten überwunden und die Gruppen begannen als Team zusammen zu arbeiten. Mit großer Motivation und Geschwindigkeit lösten die Ferienkinder alle gestellten Aufgaben und fanden schließlich ins Ziel – wenn auch nicht ganz gleichzeitig. Dort musste noch eine versteckte Nachricht gefunden werden und nachdem auch die Nachzügler angekommen waren ging es zurück ins Stadtteilzentrum. Nachdem sich die Kinder mit einer Brotzeit gestärkt hatten, erhielten alle eine Urkunde und die GewinnerInnen erhielten zudem kleinere Sachpreise. Die eigentliche Belohnung war jedoch ein spannender Nachmittag und eine für viele Neue Erfahrung.